Gemeinde Blaindorf
Gemeinde Hirnsdorf
Gemeinde Kaibing
Gemeinde St. Johann bei Herberstein
Gemeinde Siegersdorf


A-8221 Hirnsdorf Nr. 125
Tel: 03113/8866
Fax: 03113/8866-4
Mail: gde@feistritztal.gv.at
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St. Johann bei Herberstein

Die Gemeinde St. Johann bei Herberstein wurde vor 870 Jahren erstmals urkundlich genannt, vor 845 Jahren die Pfarre. Die Siedlung selber ist 770 Jahre alt, die Schule 345. Diese Jubiläen zeigen die besonders wechselhafte Vergangenheit dieser blühenden Gemeinde. Trotz vieler Kriege, Seuchen und Heimsuchungen lässt sich es heute in St. Johann bei Herberstein in Frieden und gut leben, weil hier die Begriffe „zuhause“ und „Heimat“ eine entscheidende Rolle spielen.
Wir können mit Stolz feststellen, dass die Menschen hier immer fest zusammenhalten haben, denn die Attraktivität dieser Gemeinde als Wohn-, Arbeits- und Lebensbereich ist hauptsächlich in der aktiven Gestaltung des Gemeindelebens durch seine Bürger begründet.

LANDSCHAFT

Die Lage des Dorfes St. Johann bei Herberstein ist einzigartig im Feistritztal, denn hier tritt der Feistritzfluss endgültig aus dem Bergland seines Oberlaufes ins freie, breite Tal.
Beim alpinen Vorlandklima wird hier Kürbis, Mais und Wein mit Erfolg kultiviert. Von den Pflanzengesellschaften nehmen die Wälder den weitaus größten Teil ein. Es sind vor allem Laubmischwälder und im Bereich Herberstein´schen Hofwälder auch ausgedehnte Fichtenforste.
Die wild lebende Tierwelt weicht nicht von der übrigen Landschaft ab. Wildenten, Feldhasen, Rehe oder Fasane bilden nach wie vor einen wichtigen Tierbestand im Wald und Feld. An den gegen die Feistritz steil abfallenden Felshängen und am Bergfelsen in der Herbersteinklamm wächst die Herberstein-Primel. Sie ist nur mehr an schwer zugänglichen Stellen anzutreffen und entsprechend unter Naturschutz gestellt.

TOURISMUS

Die Vereinsmäßige Förderung des Fremdenverkehrs in St. Johann reicht in die Jahrhundertwende zurück. Die Neugründung des Fremdenverkehrsvereins  erfolgte 1965 in einer Zeit, in der St. Johann nach wie vor eine beliebte Sommerfrische war und in der Folge die Bettenkapazität ganz wesentlich gesteigert werden konnte. Blumenschmuckwettbewerbe führten zu einer wesentlichen Verschönerung des Ortsbildes und damit zu einem Bewusstsein, das in vielen Belangen bis heute angehalten hat. Die Markierung der Wanderwege, Beschilderung der Häuser, Wege und Straßen wurden stets gefördert und konnten erweitert und verbessert werden. Der Fremdenverkehrsverein wurde 1990 aufgelöst. Der 1993 unter neuen gesetzlichen Bedingungen aufgebaute Tourismusverband setzt alles daran, an bisherige Tradition und Erfolge der Sommerfrische anzuschließen.

KULTUR

Pfarrkirche
An einer Stelle reicher römischer Funde wurde im späten 11. Jahrhundert eine Kirche erbaut, die mit einem großen Pfarrsprengel ausgestattet wurde. Auch wenn sie erst 1170 erwähnt und um 1205 durch die Gründung der Pfarre Pischelsdorf wesentlich verkleinert wurde, so blieb der alte Zehentsprengel bis in die Neuzeit erhalten.
Von 1260 bis 1652 war die Pfarre im Besitz des Deutschen Ordens und gelangte sodann an die Grafen von Herberstein, die neben der neuen Pfarrkirche und dem Augustinerkloster, zu den Stiftern des Heiligen Grabes wurden.

Heiliges Grab
Wenn man von der Pfarrkirche St. Johann bei Herberstein ausgeht und noch etwas mehr als einer halben Stunde die Anhöhe des Klausenberges erreicht hat, befindet man sich beim „Heiligen Grab“, wie nicht nur die gesamte Kalvarienberganlage mit den drei Gebäuden und der Kreuzigungsgruppe, sondern auch der ganze nach Süden angrenzende Weinried genannt wird.
Der Kreuzweg zum Heiligen Grab führt uns durch einen schönen, erholsamen Waldweg. Er lässt uns zur Ruhe kommen, über die Natur staunen und so auch etwas von der Größe des Schöpfers erahnen. Und auf diesem schönen Platz stehen die drei Kapellen, die als Heiliges Grab bekannt sind. Auf dem Weg zum Heiligen Grab fallen heute noch zwei Gebäude besonders auf, nämlich das Hubertuskreuz und die Rosalienkapelle.

Das Klostergebäude
Das im Jahre 1656 fertiggestellte Klostergebäude ist in seinem Kern ein Vierflügelbau, der einen längsrechteckigen Innenhof einschließt, der mit Arkaden geschmückt wird. Hinter den Arkaden befindet sich der Kreuzgang, der sich im Innenhof fast unverändert erhalten hat und erst 1982 auf einer Seite verglast worden ist.
Im südlichen Stiegenhaus ist heute noch das Wandbild der Sieben Schmerzen Mariens zu sehen, eine dramatisch-fromme Darstellung, umgeben von Leidenswerkzeugen Christi.
An besonderen Räumen ist noch die Klosterbibliothek zu nennen, die im großen Saal über dem Klostereingang unterbracht war. Von ihr hat sich nichts mehr erhalten, im Jahre 1820 waren noch 1900 Bücher vorhanden, die sich zu einem geringen Teil im Diözesanarchiv erhalten haben.

Kloster der Benediktinerinnen St. Gabriel
Durch den Neubau des Klosters St. Gabriel wird exemplarisch und in präziser Klarheit eine konzentrierte Sonderform des Wohnens umgesetzt. Als Teil eines Ensembles mit kirchlichen Einrichtungen wirkt das Kloster als logische Weiterführung der historischen Gebäude in das Hier und Jetzt, es ist eine exakte, gut überlegte Antwort auf die bestehenden und gestellten Vorgaben.
Das Projekt wurde 2014 mit der GerambRose (BauKultur-Steiermark) ausgezeichnet.

Die Römersteine von St. Johann bei Herberstein
Im Bereich des alten Klostergebäudes (jetzt Haus der Frauen) und der Kirche von St. Johann bei Herberstein befinden sich insgesamt 18 Römersteine, die nicht nur als Beweis für die römerzeitliche Besiedlung des Feistritztales gelten können, sondern auch Zeugnisse für das Kunsthandwerk darstellen.

Quellen der Ortsgeschichte:
Gottfried Allmer, St. Johann bei Herberstein, Beiträge zur Kulturgeschichte des mittleren Feistritztales, 1995
Gottfried Allmer, Heiliges Grab, Kalvarienberganlage der Pfarre St Johann bei Herberstein, 1998


 

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Wappen der Gemeinde St. Johann bei Herberstein:

In einem durch einen silbernen Wellenbalken geteilten Schild oben in Grün ein schrägrechts gestellter silberner Kreuzstab mit abfliegendem Bande, unten in Rot ein eingebogener silberner Sparren, rechts von einem silbernen Seeblatt, links von einem silbernen Deutschordenskreuz begleitet. (Verleihung: 28. Juni 1971; Entwurf: Heinrich J. Purkarthofer)